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Garten

Forsythie vs. Kornelkirsche

Biodiversität fängt im Garten an


Forsythien und Kornelkirschen – zwei verlockende Optionen, wenn es darum geht deinen Garten im Frühjahr mit Farbe und Leben zu füllen. Aber welche ist besser für unsere bestäubenden Freunde und damit für die Biodiversität?

Forsythie


In vielen Gärten zu sehen und fast überall erhältlich. Forsythien, mit ihrem lebendigen Gelb, sind weit verbreitete Ziersträucher, die oft in Gärten und Parks zu finden sind.


Sie gehören zur Familie der Ölbaumgewächse und sind für ihre frühe und reichliche Blüte bekannt, die den Frühling mit einer Explosion gelber Blüten ankündigt.


Aber wusstest du, dass praktisch alle bei uns erhältlichen Forsythien künstlich gezüchtete Hybride sind, die sterile Blüten produzieren und somit weder Pollen noch Nektar für bestäubende Insekten liefern?

Kornelkirsche


Auf der anderen Seite haben wir die Kornelkirsche, auch bekannt als Cornus mas.


Diese heimische Schönheit bietet nicht nur im Frühling für Bienen, Hummeln, Schmetterlingen & Co. Nektar und Pollen in einer atemberaubenden gelben Blüte, sondern belohnen uns und unsere Vögel im Herbst mit leckeren, essbaren Früchten.


Sie ist damit ein echtes Multitalent in jedem Garten und als heimische Pflanze in unseren Breitengraden auch sehr gut angepasst und robust.


In Baumschulen erhältlich, ist sie obendrein deutlich günstiger als die Forsythie.


Warum sind Kornelkirschen im Gegensatz zur Forsythie wichtig für Insekten und andere Tiere?


  • Nahrung für Bestäuber: Während Kornelkirschen reichlich Nektar und Pollen für bestäubende Insekten liefern, müssen wir bei Forsythien bedauerlicherweise feststellen, dass viele von ihnen sterile Blüten produzieren, die keine Nahrung für Insekten bereitstellen.

  • Schutz und Lebensraum: Die dichten Büsche und das dichte Laubwerk von Forsythien und Kornelkirschen bieten einen idealen Lebensraum für viele Kleintiere. Vögel finden in den dichten Zweigen Schutz vor Raubtieren, während Insekten ideale Brutstätten und Nistplätze finden. Dieser Effekt ist bei Kornelkirschen als Teil von Artenreichen Hecken besonders ausgeprägt.

  • Nahrung für Insekten und Säugetiere: aus den gelben Blüten entstehen im Laufe des Sommers rote Kornelkirschen, die gerne von Vögeln und kleinen Säugetieren (wie z.B. Siebenschläfern) gefressen werden. So bietet diese Pflanzen gleich zwei mal im Jahr Nahrung für heimische Tiere. Und auch uns Menschen schmecken die Kirschen.

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