Gemeinsam sind wir stark. Aus diesem Grund war ich in der vergangenen Woche gleich auf zwei Veranstaltungen, wo sich NGOs, Bürgerinitiativen, Stiftungen und Kommunalpolitiker zum Austausch und Netzwerken trafen.
Am Mittwoch vergangener Woche fand die von
ProjectTogether ausgerichtete Veranstaltung „Werkstatt der Mutigen“ im Futurium Berlin statt. Hier trafen über 200 Gestalter:innen, bestehend aus Bürgermeister:innen, Stadträt:innen, zivilgesellschaftliche Initiator:innen und Netzwerke, die in ihren Regionen gestalten und Probleme vor Ort konkret angehen, auf Bundestagsabgeordnete.
Ziel der Veranstaltung war es die Zusammenarbeit demokratischer Parteien mit zivilgesellschaftlichen Gestalter:innen und ihren Lösungsansätzen zu fördern, und in den Mittelpunkt bundespolitischer Strategien zu stellen.
In diesem Zusammenhang hat das Team von ProjectTogether das
Manifest für Regionales Gestalten
erarbeitet, das u.a. einen unkomplizierten privat-öffentlichen Förderfonds für zivilgesellschaftliches Gestalten und mehr direktes Geld für die Kommunen zur Finanzierung von moderner Daseinsvorsorge und kommunalen Klimaschutz fordert.
Kurz: Mehr eigenverantwortliches Handeln der regionalen Vertreter:innen und mehr Vertrauen seitens des Staats in seine Bürger:innen, die die Probleme selbständig angehen und dafür entsprechende finanzielle Unterstützungen benötigen.
Aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Schritt, denn die momentane Fördersituation im Bereich Klimaschutz/-anpassung ist kompliziert und benötigt meistens einen Träger, der 50% der Kosten übernimmt. Für eine kleine Bürgerinitiative also schwierig zu stemmen, weshalb hier Veränderungsbedarf besteht.
Das Manifest ist
hier zu finden und kann gerne unterzeichnet werden.
In einem weitaus kleineren Rahmen, aber nicht minder spannend, war am darauffolgenden Tag die Veranstaltung der Stiftung Klimaschutz Nebenan, einer Tochter des Nachbarschaftsportals nebenan.de. Dort traf ich auf viele engagierte und motivierte Menschen aus ganz Deutschland, die sich in ihrem Wohnumfeld für Klimaschutz und Klimaanpassung starkt machen.
Unter dem Motto
„Klimaschutz nebenan – Gemeinsam für eine nachhaltige Nachbarschaft” gab es interessante Vorträge, spannende Gäste, interaktive Workshops und ein vielfältiges Rahmenprogramm mit einem "Markt der Möglichkeiten".
Außerdem wurden die Gewinnerprojekte des Ideenwettbewerbs 2024 vorgestellt. Dabei hat sich gezeigt, dass auch kleine Ideen, große Wirkung erzielen können. Schaut einfach mal rein, was andere so machen. Es ist unglaublich, wie viele tolle Ideen und Initiativen es schon gibt, die auch wir quasi als "Vorlage" nutzen können.
Ich konnte aus beiden Veranstaltungen nicht nur viel Mut und Tatkraft mitnehmen, sondern auch viele wertvolle Kontakte mit einigen Institutionen und Gestalter:innen knüpfen. So lernte ich u.a. eine Frau aus Friedenau kennen, die sich mit dem Thema „Wasser“ auseinandersetzt und in ihrem Bezirk erste Maßnahmen anschiebt. Ihr Know-how in diesem Bereich hat mich wirklich umgehauen und wir haben verabredet, in den regelmäßigen Austausch zu gehen und uns gegenseitig zu unterstützen.
Wissenstransfer, Kooperation und Motivation bereicheren uns, weshalb ich sehr dankbar für diese beiden Veranstaltungen war. Gemeinsam können wir viel erreichen.